Liebe Freunde,
ich möchte hiermit den Wechsel meiner Agentur für den Film-und Fernsehbereich bekannt geben !
Ab 2. November 2oo9 werde ich vertreten durch meinen neuen und zugleich alten Agenten Jochen Döll
in Berlin.
Die Erreichbarkeiten sind wie folgt:
doells schauspiel drehbuch regie
rosenheimer str. 38
10781 berlin
t +49 30 2100 5100
f +49 30 2100 5109
m +49 163 693 1258
Und für die Liebhaber des Bühnenspiels voll des ironischen und mitunter derben Wortes,
hier nach erfolgreichen Abstechern nach München, Hannover, Arosa und Berlin die neuesten Gastspieltermine von:
PUBERTÄT MIT 50
Mittwoch, 3.3.2o1o
Alte Mühle, 61118 Bad Vilbel, 2o Uhr
Donnerstag, 4.3.2o1o
Altes Kino, 85560 Ebersberg, 2o.3o h
Freitag, 5.3.2o1o
Fifty-Fifty, 91054 Erlangen, 2o h
Samstag, 6.6.2o1o
Casa della Trova, 9o53o Wendelstein, 2o h
Freitag, 12.3.2o1o
Kulturkeller, 36o37 Fulda, 2o h
Samstag, 13.3.2o1o
Unterhaus Mainz, 2o h
Donnerstag 18.3.2o1o
Kulturwerkstatt Kammgarn, A 6971 Hard am Bodensee, 2o h
Samstag, 2o.3.2o1o
Burgbachkeller, CH 23oo Zug, 2o h


Das schreibt die Presse:
Berliner Morgenpost 24.1.o9:
Tschiersch und sein schräges Typen-Kabinett
Samstag, 24. Januar 2009 02:06 - Von Ulrike Borowczyk
Jockel Tschiersch ist die Generation Patch einfach zuwider. Wenn er nur diese Patchwork-Weicheier sieht, diese Väter, die alle ganz, ganz lieb haben, dann glaubt er wieder an die unbefleckte Empfängnis.
- Er kann sich nämlich beim besten Willen nicht vorstellen, dass einer dieser Daddys je einer Frau ein Kind gemacht hat. Auch in anderen Familien sieht es ziemlich übel aus. Bei Tilmann und Annalena etwa und ihrem dicken Sohn Ernst-Ludwig, die jeden Monat über 9000 Euro raushauen, um ihr Leben coachen zu lassen. Ohne Berater geht da nix mehr. Sogar die beiden Golden Retriever werden zwei Mal die Woche im Pfötchenparadies beim Energy-Flow psychologisch aufgebaut.
Obwohl jeder solche Typen kennt, die unter der Lupe betrachtet eigentlich in die Klapsmühle gehörten, ist in Jockel Tschierschs aktuellem Programm “Pubertät mit 50″ rein gar nichts normal. Zu seinem Erstaunen erkennt der vielbeschäftigte Schauspieler und Kabarettist, dass fast alle Mitmenschen, er selbst eingeschlossen, in irgendeiner Form gerade ihre zweite Pubertät durchmachen. Unausgeglichenheit, starke Erregbarkeit und eine akut auftretende Protesthaltung sind dabei noch die geringsten Probleme.
Was Jockel Tschiersch da im BKA-Theater zeigt, ist wieder einmal großartiges One-Man-Kabarett-Theater. Er schlüpft in tausenderlei Rollen und Dialekte, spielt Szenen aus dem eigens erdachten Schundroman “Männer, Müll und ihre Entsorgung” wie die vom Schnauzer-Bernd und der Östrogen-Elvira. Oder er lässt Hitler im Billig-Discounter auf sein persönliches Stalingrad treffen. Aberwitziges, direkt aus dem modernen Leben gegriffen. Natürlich geht es dabei immer wieder um den Jugendwahn älterer Semester und ihre Midlife-Debilität. Dem 51-jährigen Jockel Tschiersch ist ein hintersinnig-böser Ideen-Marathon gelungen. Sehenswert! Unbedingt hingehen!
Und der WDR sagt:
Wer sagt eigentlich, dass die Pubertät auf die Zeit der Pickel und Zahnspangen beschränkt ist? Muss man sie nicht vielmehr als Kontinuum betrachten, als lebenslangen Beweis der menschlichen Unreife? Für Jockel Tschiersch ist diese Frage längst beantwortet, ein Blick auf die Auswüchse einer sich modern wähnenden Hochleistungsgesellschaft genügt. Wie sonst ließe sich erklären, wozu Fesselspiele im Porsche gut sein sollen, warum erwachsene Menschen glauben, im Trommelworkshop den Weltfrieden zu finden, warum Männlein wie Weiblein zur Knetmasse der eigenen Fressorgien verkommen oder ihre Hunde im SUV-Großstadtpanzer zum Therapeuten chauffieren lassen? “Pubertät mit 50″ heißt das aktuelle Programm des Schauspielers, Autors und Kabarettisten Jockel Tschiersch, und wenn er quer durch die Gesellschaft und ihre Rechtfertigungsdialektik pubertiert, kommt auch der Zuschauer - oder Zuhörer - kaum ungeschoren davon.
Des weiteren kommt es immer wieder zu Lesungen
mit Katharina Spiering und Jockel Tschiersch aus:
Kathrin mag Sex, gern auch ein bisschen heftiger. Und weil die Erfahrungen mit bisherigen Liebhabern enttäuschend waren, sinnt sie auf Abwechslung. Eine Kontaktanzeige im Internet kommt ihr gerade recht. Doch beim ersten Treffen entpuppt sich der »geile, tabulose Hengst« als schüchterner Bauzeichner, der vor allem beim Thema »Sanitärbereich« auf Touren kommt. Aber ist Achim überhaupt der, den sie wirklich treffen wollte? Eine Frau, ein Mann und eine beziehungsreiche Nacht, in der sich Sex, Komik, Drama und Tod die Klinke in die Hand geben – bis zum unglücklichen Happy End.
Ein unterhaltsamer und stellenweise auch deftiger Text über die Banalisierung der Sexualität und die Wirren vorsätzlicher Erotik. Zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, die Komik der Situation bleibt jedoch nicht im Harmlosen stecken. Ein ironisches Traktat um Liebe, Lust und Mord. Gelesen von der Schauspielerin Katharina Spiering und dem Autor und Schauspieler Jockel Tschiersch garantiert dieser Abend beste Unterhaltung mit Witz und Tiefgang.

