Seit Oktober letzten Jahres steht J.T. wieder mit einem Solo-Abend auf der Bühne:
PUBERTÄT mit 5o - stand-up Kabarett.
Inszeniert hat Gabi Rothmüller. Im Herbst sind einige Gastspiele im deutschsprachigen Raum angesetzt. Auch in Berlin gibt es wieder Vorstellungen.

Pubertät mit 50
Pubertät mit 50
Mit 50 entdeckt ein Mann beim Besuch einer äußerst sympathischen Urologin, dass es nicht die Prostata ist, sondern dass er nur gerade einen zweiten Schub von Pubertät erleidet. Aber Martin Walser sagt, die Pubertät sei lebenslang: schöner Mist.
Just wie ein Jüngling versucht der Held fifty-plus, das Leben wieder zu verstehen: die neuen toughen Frauen, die alltäglichen Probleme des Patchworkpapas im öffentlich Nahbereichs-Spielplatz, die latente Gewalt beim Discounter und die Klärung der Frage, wie straff die Haut und wie groß das Kinn sein muss, um mit 50 noch mal durchzustarten.
Fragen über Fragen: wie kauft man Blumen beim Vietnamesen, und was kocht man für befreundete Ernährungsneurotiker und Multi-Allergiker, und vor allem: wie lange und worin! Der ‚’pubertäting 50’ verheddert sich im Dschungel der 100.000 Ratgeber, die Inkompetenz lauert überall: es gibt ja Idioten, die nicht wissen, ob man sich den Geländewagen für die Innenstadt besser als Diesel oder als Einspritzer bestellt und wie man sich von einem professionellen Indianer in der Männerschwitzhütte für den ehelichen Sex coachen lassen kann. Oder muss
Entscheidungen stehen an: ob es pubertärer ist, Steuern zu bezahlen, als das Finanzamt zu bescheißen, ob der Herr der Dame im Swinger-Club das Du anbieten darf, ob man die Golden Retriever zweimal pro Woche zur Physiotherapie bringt oder doch lieber gleich die eigenen Kinder schlägt, auf selbst verlegtem Laminat.
Mal angenommen: nicht nur der Held wäre total pubertär, sondern ein bisschen auch die ‚Party-Fun-Event’-Welt um ihn herum? Quatsch. Aber es macht Laune, der Verbalschlacht um die pubertäre Debilität in Deutschland zuzusehen. Spaß sogar wie damals, als alles angefangen hat, auf der Bühne, mit 17 und mit Pickeln: Stand-up Kabarett, back to the roots. Forever young
Regie: Gabi Rothmüller
Wenn Alec Guiness der Mann mit den tausend Gesichtern ist, dann ist Tschiersch der Mann mit den tausend Stimmen. Und immer bleibt Tschiersch, seinem Ruf gemäß, zynisch und respektlos und hinterfotzig und böse.” Der Tagesspiegel
“… wie der durch 25 Kleinkunstjahre gestählte Kabarettist und Schauspieler seine Figuren sprachlich mit allen regionalen Zungenschlägen und vor allem auch gestisch draufhat, das dürfte die meisten Literaten vor Neid erblassen lassen.” Berliner Morgenpost
“… bitterböse formuliertes Kino für den Kopf, das nur ein Schauspiel-Talent von seiner Klasse fabrizieren kann.” Wiesbadener Kurier
“Tschiersch, herzerwärmend breit- und schnoddermäulig, wuchtet sie alle dialektsicher herbei, die notorischen, abgewrackten Schreiber…, vollmundige Schauspieler… und vollbusige Damen…so umwerfend wie köstlich.” Kölner Stadtanzeiger
“Tschiersch sprüht nur so vor Energie, ist ein fesselnder Erzähler mit einer ungeheuren Bühnenpräsenz.” Süddeutsche Zeitung
“hochgradig filmreif. Ein greller Abend mit versponnenem Sprachwitz.” Hannoversche Allgemeine Zeitung
Und ein weiterer Bühnenabend ist in Vorbereitung:
WERBUNG / MACHT / GEIL
Richard der Dritte in Berlin Mitte
Ein gnadenloser Monolog nach Shakespeare’s RICHARD III, angesiedelt in der Werbebranche.
Ein Projekt von Jockel Tschiersch und Ingolf Müller.

Und:
Ein VierpersonenStück ist geschrieben und harrt der Erstaufführung:
global bullshit
oder: Killing Jobs in Kasachstan
Der lustvolle Irrsinn in einer privatisierten Job-Agentur und im bundeseigenen Freizeitheim in Kasachstan.
Lesen.
Das Stück kann bei Nacht&Nebel angefordert werden.
Und natürlich gibts zum Erscheinen des neuen Romans WER NICHT VÖGELN WILL MUSS FLIEGEN auch wieder Live-Lesungen. Gefürchtet.

- Julia Koschitz und J.T. lesen Schweinkram ..