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Roots

Jockel Tschiersch, Schauspieler, Autor, Komiker und Produzent, stets passgenau unpassend für die deutschsprachige Norm-Schublade…
The roots began 1957 in Western Allgäu:
Wenn mi koiner mag,
spiel und schroib I halt
grad zwanz’g Stund am Tag !
  1. Als 17jähriger muss J.T. für den ersten abendfüllenden Soloabend ein wenig trunken mit 3 Gitarren und 2o Zetteln die noch selbstgebaute Bühne besteigen: die Lockung der Allgäuer Syrenen ist zu gross für den jungen Klassenclown, auch ohne an den Mast gefesselt zu sein.
  2. Nach der dritten Zugabe ist klar, dass es weder Philosophie, Journalismus, Maschinenbau, Airliner-Pilot oder Holztechnik werden würden: also kein Lebensunterhalt, sondern Unterhaltung als Leben.
  3. Im Münchner Kabarett hat er zusammen mit Ottfried Fischer redlich versucht, böse und komisch zugleich zu sein, Preise gewonnen und heimlich Schauspielunterricht genommen.
    Sich nicht gewehrt gegen den Ruf, Theater zu spielen oder vor der Kamera zu stehen, Lust und Nachfrage bis dato ungebrochen.
  4. Nach einem Wochenende in Berlin im Mai 1986 am Montag Morgen die Münchner Wohnung gekündigt und die damalige Frontstadt als Freistaatsflüchtling geentert und genommen mit einem dem furiosen Soloabend ‚DER FRISCHSAFTER’, von dem eine Schweizer Zeitung mal geschrieben hatte, so etwas mache man nicht in der Schweiz, ein junger Mann habe sogar geweint.
    Ungebrochen weiter die Lust an gefürchteten Solo-Abenden, Monologe ein wenig abseits vom Mainstream. Zur Zeit deren zwei auf der Bühne und deren drei Neue bereits im Kopf.
  5. Und das Schreiben: zweistellig Romane sind verfasst, fünf davon veröffentlicht, zwei wiederum davon sind oder werden gerade verfilmt. Auch Drehbücher und Theaterstücke harren schubladenlagernd oder im Produktionsprozess. Im Hörspiel wird er gern als Sprecher gehört, als Synchronsprecher ist er schon immer unerwünscht. Macht nüscht. 
    In der Freizeit groovt die Musik, wenn jemand nett fragt, auch auf der Bühne. Befriedigung der Luftfahrtlust nunmehr nicht in Uniform, sondern in kleinen alten Kisten, ohne Autopilot und Stewardessen, quer-wolk-ein. Und mit dem Schiff stellt er sich dem grossen ‚Abenteuer Binnen’  vor den wilden Küsten Brandenburgs…
  6. Familiär multilateral verpätschtwörkt sind ihm die Kinder ein Quell der Freude: hier darf’s auch mal banal sein.
    Die Ziele in Hirn und Seele sind unzählig, ganz nah und ganz fern: vielleicht endlich den/die Film/e machen, den/die der/die deutsche Redakteur*In nicht versteht und vor dem er/sie, wenn er/sie ihn denn verstünde, nicht nur ein Quantum Angst hätte. Drunter muss es nicht sein, das können Andere gut genug.
    That’s it.